The Da Vinci Code
Der
Autor:
Dan Brown unterrichtete Englisch. Jetzt widmet er sich ganz
dem Schriftstellertum. Bemerkenswert ist das Umfeld in dem er aufgewachsen
ist bzw. jetzt lebt, denn es prägt seine Art des Schreibens bzw. die
Inhalte: Vater Mathematikprofessor, Mutter Kirchenmusikerin und seine
Frau ist
Kunsthistorikerin.
Der
Inhalt:
Paris,
der Louvre. Jacques Saunière der Museumsdirektor
wird ermordet. Seine Leiche wird
unter eigenartigen Umständen aufgefunden - von einem Einbrecher
überrascht und getötet, wird er in der von
Schutzgittern verschlossenen Grand Galerie in einer absolut unnatürlichen
Position vorgefunden, die zusätzlich mit verschiedensten Symbolen
angereichert
und umgeben wurde. Bezu Fache ist als Captaine der ermittelnden
Behörde nun gefordert, das Rätsel zu lösen. Er nimmt mit Robert Langdon
Kontakt auf. Dieser ist Symbolologe in Harvard, aus beruflichen
Gründen in Paris und wurde vom Opfer namentlich genannt, was ihn zum
Hauptverdächtigen macht. Zur Dechiffrierung der vorgefunden Codes,
Symbole und Hinweise wird routinemäßig die zuständige Abteilung angefordert.
So kommt Agentin
Sophie Neveu als Kryptologin ins Spiel und wird letztendlich
spielbestimmend. Sie ist, was zunächst nicht bekannt ist, die Enkelin
des Museumsdirektors
und erkennt, dass ihr Großvater den Schlüssel zu seinem großen
Geheimnis für sie hinterlassen hat. Sophie Neveu flieht
mit Langdon, folgt den versteckten Hinweisen über Sangreal und die
Bruderschaft von Sion
nachzugehen
und
Hintergründe wie wahren Mörder aufzudecken.
Die
Kritik:
Der Originalbuchtitel "The Da Vinci Code" trifft wohl die inhaltliche
Umsetzung besser - Saunière wird vor Da Vincis Mona Lisa aufgefunden. Seine
Leiche ist wie die berühmte Abbildung des Menschen bzw. der menschlichen
Proportionen im Goldenen Schnitt Da Vincis drapiert. Da Vinci als Mitglied
der Bruderschaft von Sion. Immer wieder taucht dieser geniale Mensch auf
und liefert Anhaltspunkte.
Für
Menschen, die weder historisches noch spirituelles Wissen bzw. Wissen
um Zusammenhänge
besitzen,
ist es ein spannend geschriebener Thriller. Flott zu lesen, in einer
Art, die einem in das Buch hineinsaugt. (Dazu kann einem das
Bild aus der "Unendlichen
Geschichte" einfallen, als Bastian Teil des Buches bzw. der Geschichte
wird.)
Für Leser, die ein wenig Interesse an den angesprochenen Themen
finden, werden viele Hinweise auftauchen, die perfekt recherchiert sind
- von
einem Grundplan des Louvres über den Goldenen Schnitt
und
verschiedenste Symbole bis hin zur Methode der Codierung in Kryptogrammen
und Informationen über die Templer und den Heiligen Gral.
Für Leser, die in die Thematik etwas besser eingeweiht sind, sind die
angebotenen Hinweise und Hintergründe mit doppeltem Genuß behaftet. Einerseits
weiß
man um die Bedeutung und kann so die Schlussfolgerungen der beiden Helden
noch besser nachvollziehen. Andererseits kommt man nicht umhin, selbst
Überlegungen anzustellen. Fasziniernd, dass
man sich manchmal des Eindrucks nicht
erwähren kann, als wäre das Buch nur für einen selbst geschrieben, weil
es Anhaltspunkte für die eigene Gedankenwelt bzw. Tipps für die Beantwortung
persönlicher Fragestellungen gibt. Als wäre es die Umsetzung der "Unendlichen
Geschichte" auf einer spirituell, historischen (vielleicht erwachsenen)
Ebene oder der Übergang von der realen Welt in die magische Welt des
humorig angesprochenen Harry Potter. Es stellt sich nur die Frage,
in
welcher
Dimension man in dieses Buch einsteigt
bzw.
sich auf eben dieses einläßt.
Der
Grundtenor:
Es gibt mehr als eine Lesart und es ist möglich Daten und Fakten so
zu verpacken, dass man nicht abwägen kann, ob es "nur" eine Krimi ist,
bei dessen Umsetzung der Autor Spaß am Detail hatte, oder doch mehr.
In jedem Fall darf man sich getrost in die Geschichte hineinfallen
lassen.
Das
Fazit:
Spannend, mit historischen Fakten angereichert, lädt es ein, sich
auch nachher mit Dingen zu beschäftigen, die vielleicht nicht für jederman
alltäglich sind.
Kinofilm
ab 2006
Verlag: Gustav
Lübbe-Verlag, Copyright für das Coverfoto Gustav Lübbe-Verlag
Film: www.davincicode-derfilm.de