Star Wars Episode III |
Meister Yoda: Loslassen du musst. Loslassen, was du verlieren hast Angst.
Star Wars IV oder Star Wars Episode III, Die Rache der Sith - das Ende oder die Mitte, je nach Betrachtungsweise. Sicherlich faszinierend eine Handlung, die sich zur Serie entwickelt, so zu gestalten, dass es möglich ist, sie letztendlich auch in der richtigen Reihenfolge zu genießen, ohne dass es eigenartig anmutet. Man stelle sich nur vor, dass Personen in Serienteilen, die zeitlich früher gedreht wurden eigentlich älter sind, obwohl sie physisch jünger waren. Produktionstechniken, die jetzt verwendet werden, sich gegenüber dem Beginn weiterentwickelten, die Kontinuität aber nicht durchbrochen werden sollte und das Machbare also immer mit dem Blick auf das Darstellbare der 70iger reduziert bzw. angepasst werden muss. Auch die Kontinuität der Handlung - welche offenen Fragen des Beginn bzw. der folgenden Filme müssen wie beantwortet werden, damit es nicht zum Chaos wird. Dafür zolle ich gerne Anerkennung. Der Kultstatus hat einen Kassenschlager erwarten lassen - wobei für mich die Frage auftaucht, ob man es wirklich geschafft hat, wenn man seinen Filmhelden auf Klopapier und in Überraschungseiern präsentiert findet. Doch Episode III ist ein Film, der sequenzweise langatmig ist, was nur aus dem Umstand zu erklären ist, dass die Tradition fortgesetzt wird Überlänge produzieren zu müssen.. Notfalls trimmt man das Material auf das Gardemaß von 140 Minuten. Sonst wird mit der Tradition gebrochen - zu Beginn fühlt man sich in die Persiflage einer Persiflage versetzt. Mir persönlich hat neben dem hustenden Alienanführer, den saloppen Texte der Androiden wie "Du spinnst wohl!" nur mehr eines gefehlt - Till Schweiger flitzt mit seinem Space Taxi über die Leinwand. Der feine Humor eines C3PO im Zwiegespräch mit R2D2 scheint einem plakativen, vordergründigen Humor gewichen zu sein - ein Tribut an die "neue" Generation der Zuseher?
Ab diesem Zeitpunkt wandelt sich der Film - für mich in eine bedenkliche Form. Bis dahin war es ein, fast als seicht zu bezeichnendes, dahinplätscherndes Space-Epos. An diesem Punkt kippt der Film in eine sehr emotionale Ebene. Es geht um die Entstehung - also das technisches "Reparieren bzw. Aufrüsten" eines Menschen. Parallel zur Geburt Darth Vaders läuft die Geburt seiner Kinder und der Tod seiner Frau ab, den er ja im Grunde verhindern wollte. Nun könnte man auf die Idee kommen, dass die mediale Botschaft "Es zahlt sich nicht aus, dass man böse ist." dahinter steckt. Falsch - das was tatsächlich transportiert wird, ist etwas ganz anderes. Es werden die Handlungsabläufe in eindrucksvollen Bildern gegengeschnitten und was haften bleibt: das Gute stirbt je stärker das Böse wird. Als jemand, der sich dem Bösen anschließt, hat man unermessliche Kraft und stirbt nicht. Die Auferstehung - zwar in gewandelter Äußerlichkeit, aber im selben Geist. Die dunkle Seite der Macht ist wesentlich effektiver, bringt Kraft, Stärke und Kontrolle über Andere - auch wenn man vielleicht dafür in Kauf nimmt, dass man die menschliche Gestalt bzw. das Menschsein verliert.
Es ist bemerkenswert, dass solche Inhalte vermehrt in Kinofilmen auftauchen und sich der Kampf zwischen Gut und Böse immer wieder zu Gunsten der dunklen Seite entscheidet - auch wenn es vordergründig anders anmuten mag. Eine gewisse Perversion tritt zu Tage, wenn Dragon als das ultimative Böse in Blade III von einem Ehrenkodex im Kampf spricht, was eigentlich dem Guten zugestanden würde; Elektra im gleichnamigen Film als Auftragskillerin als reine Seele bezeichnet wird und in Constantine Engel Gabriel doch sehr verärgert über den Unglauben der Menschen der Meinung ist, dass sie nur durch Schmerzen lernen und sie dem entsprechend behandelt. Es tauchen auch verstärkt Figuren auf, die die Auserwählten sind, das Gleichgewicht zwischen den Mächten in der Waage halten sollen - scheitern oder sich sogar wie hier dem Bösen zuwenden. Ist es Zeitgeist; bewusst, unterschwellig eingesetzte Propaganda für das Böse oder einfaches Nicht-Nachdenken, das Produzenten von Filmen jeder Art veranlasst solch pervertierte Botschaften zu vermitteln. George Lukas "Obwohl ich mit der Arbeit an den Prequels erst 20 Jahre später begann, hat sich die Struktur der Geschichte kaum verändert. Noch immer geht es im Kern um einen Vater, der durch seine Kinder Erlösung findet."(Presseheft Centfox) Wie sollen Kinder dazu motiviert werden Väter zu erlösen? Obi-Wan Kenobi: Erforsche deine Gefühle Die Macht ist mit dir - immer und ewig Die Fotos stehen unter dem Copyright © der 20th Century Fox |