An Tagen wie diesen - Fettes Brot |
Fettes Brot haben scheinbar genau den Nerv oder, besser gesagt, das Gefühl der Jugend getroffen - einer Jugend, der man nachsagt, dass sie zusehends verroht, sich nur mehr dem egoistischen "Ich-will" hingibt und über Leichen geht, um auf sich aufmerksam zu machen. Wertet man die Akzeptanz des Songs und zieht Rückschlüsse auf die Käufer, so kommt man zum Resultat, dass doch mehr in den Jungen zu finden sein muss und welcher (medialen) Realität sie tatsächlich ausgesetzt sind: "Eine Million bedroht vom Hungertod nach Schätzung der
UNICEF Der Song als Situationsbild und Kritik an Medien zeugt davon, wie allein gelassen und überfordert sich Menschen in der Medienwelt fühlen - speziell unsere Nachkommen. Nicht ein plakatives "Ach, wie arm wir doch sind. Ihr seid die Bösen, die uns allein lassen.", sondern ein Gefühl der unbegreifbaren Leere wird vermittelt. Es gibt Fragen, viele Fragen - aber es gibt kaum Antworten, weil die Elterngeneration genauso ratlos ist und versucht sich Rat bei diversen Super-Nannys zu holen, um ihre Sprößlinge begleiten zu können. "Absolute
Wahnsinnsshow Die Frage,
die sich Medienmacher stellen sollten: Ob denn immer alles gezeigt werden muss oder man sich doch einer anderen Ethik und Darstellungsform
bedienen kann?
Es ist ein Teufelskreis zu glauben, man könne nur auf Quote produzieren bzw. man müsse konsumieren, was einem vorgesetzt wird. Wenn
dem tatsächlich so ist, ist wohl der große Plan dahinter, eine hirnlose, steuerbare Herde von Schafen zu generieren,
die dem ausgeliefert ist, was der Schäfer für sie bestimmt. "Dann kommt es vor, dass ich Angst davor krieg, dass uns
etwas geschieht,
Foto: CD-Cover Quelle www.fettesbrot.de |